Hannes Zaugg-Graf

 

  • Kandidat zur Wahl «Regierungsstatthalter Verwaltungskreis Thun» | 13. Juni 2021
  • jüngster Alt-Gemeindepräsident, Neo-Gemeinderat und einziger Alt-Grossratspräsident aus Uetendorf
  • Vieldenker, Selbstironiker und Schnellleser

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Unterwegs im

Verwaltungskreis Thun

Meine Frau und ich sind viel in der Gegend unterwegs und beziehen wenn immer möglich unsere Dienstleistungen und Produkte aus der Region. Obschon ich auch durch meine beruflichen und politischen Tätigkeiten bereits in jeder Gemeinde des Verwaltungskreises mindestens einmal war, habe ich mir vorgenommen, bis zum Wahltermin alle 31 Gemeinden noch einmal zu besuchen und noch einmal Neues zu entdecken. Und glauben Sie mir, ein ganzes Leben würde nicht reichen, um alles Schöne,  Interessante und Innovative unserer Region zu sehen.

 

Veröffentlicht wird das Ganze primär aus Social-Media-Kanälen. Aber für alle, welche weder auf Facebook noch auf Instagram einen Account haben, veröffentliche ich die Berichte auch hier – Stück für Stück.

Ich starte mit meiner Tour natürlich in Uetendorf. Die Gemeinde, die seit fast vierzig Jahren der Mittelpunkt meines Lebens, meiner politischen Tätigkeit und meines beruflichen Wirkens ist. Apropos "Mittelpunkt": In Uetendorf befindet sich einer der Mittelpunkte der Schweiz. Versucht man den grösstmöglichen Kreis innerhalb der Schweizer Grenzen zu ziehen, liegt sein Zentrum genau hier. Von dieser Stelle aus ist man am Weitesten von irgendeiner Landesgrenze entfernt. Das Restaurant, das ihr am nächsten liegt, heisst sinnigerweise «Café Reduit».

Mit dem «Schneehas» verlor das Eriz vor ein paar Jahren ihr einziges Hotel. Wintersportlerinnen und -sportler kommen hier trotzdem auf ihre Kosten: die Kleinen können ungestört von zu Tal rasenden Touristenhorden das Skifahren erlernen, die Grossen dürfen sich auf drei Pisten mit zwei Skiliften nach Lust und Laune austoben (auf Gemeindegebiet von Horrenbach-Buchen, notabene). Jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt – und die Verantwortlichen ein so gutes Schutzkonzept erarbeiten wie im Coronawinter 2020.

Ich persönlich komme lieber in den anderen Jahreszeiten hier hin. Und manchmal trifft man da sogar den Kulttrainer Budi Latour. Ich bei meiner Tour gerade nicht, aber zum letzten Mal bei der Ausmarchung des Ironman, des besten männlichen Büglers im Kanton. Dafür entdeckte ich die so genannte Schneekröte und merkte, dass man unter den sieben Hengsten den Frühling spüren kann, selbst wenn es noch Schnee hat.

Die Hot Shot-Arena in Oberlangenegg ist ein Musterbeispiel dafür, was alles erreicht werden kann, wenn man über den eigenen Gartenhag hinaus denkt und regional mit verschiedenen Akteuren zusammenspannt. Um sie bauen zu können, bildeten Vertreter der lokalen Wirtschaft, der umliegenden Gemeinden, von  Vereinen sowie  Privatpersonen ein Team, das Berge versetzte. Oder genauer: in jahrelanger Arbeit dafür sorgte, dass das, was 1965 als Natureisbahn am Waldrand begann, zu einem Bijou von Halle avancierte. Im Oktober 2018 wurde der Eishockeytempel feierlich eingeweiht. Coronabedingt gab es in der Arena in letzter Zeit keine Hot Shots mehr zu bestaunen. Ich mag es den Verantwortlichen, den Spielern und den Fans nur schon wegen der eindrücklichen Geschichte dieses Baus von Herzen gönnen, wenn es – auf dem Eis – wieder chlepft und tätscht.

Sigriswil ist nicht nur die flächenmässig grösste Gemeinde, sondern auch die älteste Fusionsgemeinde im Verwaltungskreis. Und jener Ort in der Region, an den  ich die frühesten Kindheitserinnerungen habe. In Sigriswil befand sich bis 2010 nämlich ein Ferienheim der Schule Langnau, wo ich aufgewachsen bin. Regelmässig verbrachte ich dort Ferienwochen und Schullager. So durfte ich diese wunderbare Umgebung schon als Kind kennenlernen. Sie hat in meinem Herzen bis heute einen besonderen Platz.

Es gibt viele hervorragende Gastronomen in unserer Region. Unsere Lieblings-Gastgeber befinden sich in Pohlern. Christine und Beat Beyeler vom Restaurant Rohrmoos. Die unverfälschte und regionale Küche, die sie seit Jahrzehnten anbieten (und wir fast ebenso lange geniessen), entspricht unserer Lebensweise am besten. Im Moment sogar als innovatives Car-Dinner auf dem Parkplatz. Danke übrigens allen, die sich durch unseren früheren Post animieren liessen, das ebenfalls auszuprobieren.

Wir haben in der Region und im Kanton derart viele hervorragende Produzenten von Nahrungsmitteln, dass ich auf Exotisches (fast) verzichten kann. «Ganz» wäre gelogen, denn auch ich konsumiere Citrusfrüchte, Schokolade, Bananen oder Avocados.

Obschon der Name es nicht vermuten lässt – einer meiner absoluten Lieblingsplätze in der Natur befindet sich hauptsächlich in der Gemeinde Buchholterberg: Das Wachseldorn-Moos. Dabei handelt es sich um ein Hochmoor und Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Wenn  nicht gerade Winter ist und Langlaufloipen durch das wunderbare Gebiet führen, kann man hier unglaublich ruhige Momente erleben. Das Moos ist ein Kraft- und Ruheort, um sich zu sammeln. Dieser Geheimtipp ist leider längst keiner mehr, weshalb ich ihn auch nicht für mich behalten muss.

Wieso heisst das Stockhorn Stockhorn? Die Menschen in der Region könnten diese Frage auch dann spontan richtig beantworten, wenn man sie dafür nachts um 3 aus dem Tiefschlaf reissen würde. Für alle anderen: weil es sich bei dem Berg um eine fast senkrechte Gesteinsplatte handelt, die ihn je nach Blickwinkel breit als Stock oder spitz als Horn aussehen lassen. Sein Gipfel liegt 2190 Meter über Meer und macht ihn zur höchsten Erhebung des Verwaltungskreises Thun.

Rund 1560m weiter unten, – in Stocken-Höfen, wo man das Stockhorn fast nicht sieht, weil man so nah dran ist – kann man im Verkehrssicherheitszentrum Stockental das sichere Fahren auf der Strasse trainieren. Nützt einem zwar nichts auf dem Stockhorn, aber fast überall sonst. Und zeigt schön, wie nahe erhabene Natur und ausgereifte Technik in unserem Verwaltungskreis beieinander liegen.

 

 

Auch wenn ich nicht genau weiss, wie Kraftorte funktionieren: dass es Plätze gibt, an denen die Seele zur Ruhe kommt und die menschlichen Batterien sich wie von alleine aufladen, steht für mich fest.  Zu ihnen gehören der Dittligsee, das Geistseeli und der Waldweiher in Forst-Längenbühl. Für Pragmatiker bestehen sie vorwiegend aus Wasser. Ich bin weit davon entfernt, das abzustreiten. Diesem Grundstoff muss hier vor langer, langer Zeit aber etwas beigefügt worden sein, das nur als «magisch» bezeichnet werden kann und das ich auch öfters als Kulisse für Fotoshootings benutze. Auch dort ist das Resultat meistens entsprechend.

Heimberg ist so etwas wie der Aargau des Verwaltungskreises. Die meisten kennen es nur vom Durchfahren oder wegen der Grossverteiler.

 

Wer hin und wieder ein Shoppingcenter besucht, kennt das Problem: zwei Kilometer vor dem Ziel beginnt der Verkehr zu stocken, und wenn man endlich vor Ort  ist, dauert die Suche nach einem Parkplatz ewig. Bis man sich nach dem Kömmerle wieder in die Autokolonnen eingefädelt hat, ist die Sonne untergegangen. Sehr viel glatter läuft dieses Prozedere beim Einkaufszentrum in Heimberg ab. Es liegt zwar an gleich zwei Staatsstrassen (jener von Bern nach Thun und der Gurnigelstrasse mit den Anschluss an die A6), doch zu Staus kommt es davor so gut wie nie (mehr). Zu verdanken ist dies einer Verkehrsplanung – mit unter anderem neuen Turbokreiseln – die sich nicht nur auf ein Geschäft oder eine Gemeinde konzentrierte, sondern die Interessen der ganzen Region berücksichtigte. Und damit als vorbildlich bezeichnet werden kann.

 

Doch wer nun Heimberg nur auf den Verkehr reduziert, verkennt das ehemalige Töpferdorf. Auch hier gibts wunderschöne Ecken zu entdecken. Ein zweiter Blick lohnt sich!

 

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